2016: Ackerbauempfehlung Additive im April 2016

Aktuell fallen im Wintergetreide die Frühjahrsbehandlungen mit Herbiziden zur Ertrags- und Qualitätsabsicherung an. Dafür stehen eine Vielzahl verschiedener Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen sowie Wirkstoffkombinationen zur Auswahl. Ebenfalls jetzt im Frühjahr müssen auch die Insektizidbehandlungen im Raps gegen wichtige Schädlinge wie beispielsweise die Großen Stängelrüssler und Kleinen Kohltriebrüssler und später den Rapsglanzkäfer durchgeführt werden. Für die Kontrolle der Rapsschädlinge sollten unbedingt die Gelbschalen auf den Rapsflächen aufgestellt werden.

Ein Grund für schlechte Wirkungsgrade bei Herbiziden und Insektiziden ist häufig die Wasserqualität des verwendeten Spritzwassers. Je nach Wasserursprung kann dieses einen hohen pH-Wert und/oder einen hohen Wasserhärtegrad aufweisen. So ist z.B. der Wasserhärtegrad von Brunnenwasser durch die darin gelösten Kationen, wie z.B. Calcium und Magnesium, häufig sehr hoch. Viele in Getreideherbiziden eingesetzten Wirkstoffe (z.B. Aminopyralid, Clopyralid, Dicamba (Salzformulierungen), Florasulam, Graminizide (DIMs), Penoxsulam, Phenoxy-Herbizide  (2,4-D, MCPA, Mecoprop-P, Salzformulierungen), Pinoxaden, Propoxycarbazone, Pyroxsulam, Sulfonylharnstoffe*) sind sehr anfällig gegenüber hartem Wasser. Die empfindlichen Wirkstoffe werden sehr schnell an die Kationen im Spritzwasser gebunden (je härter das Wasser und je höher die Wasseraufwandmenge, desto mehr Kationen). Dies hat zur Folge, dass die Spritzbrühe deutlich an Wirkung verliert und unzureichende Bekämpfungserfolge erzielt werden. In diesem Fall kann eine Neutralisation den Spritzwassers mit X-CHANGE® (Aufwandmenge siehe Tabelle) die Wirkung insbesondere bei Mitteln zur Gräserbekämpfung verbessern. Auch durch den milden Winter nicht vollständig abgefrorene bzw. nur unzureichend abgestorbene Zwischenfrüchte können bei der Aussaat der Hauptkultur, insbesondere bei Mulchsaaten, problematisch werden und müssen häufig zuvor mit Glyphosat abgetötet werden. Glyphosat reagiert jedoch ebenfalls mit starken Wirkungseinbußen bei der Verwendung von hartem Spritzwasser. Damit die Zwischenfrüchte durch schlechte Wirkungsgrade bei der Glyphosatspritzung in der Hauptkultur nicht wieder austreiben, empfiehlt sich eine Neutralisation der Wasserhärte mit X-CHANGE®.

Einige in Rapsinsektiziden eingesetzte Pyrethroide (z.B. tau-Fluvalinat, Cypermethrin, Deltamethrin) sind dagegen anfällig gegenüber einem hohen pH-Wert und somit gegenüber einer alkalischen Hydrolyse. Darunter versteht man den irreversiblen Abbau des aktiven Wirkstoffs, der bereits bei der Herstellung der Spritzbrühe beginnt und bis zum Abtrocknen der Spritzbrühe auf der Zielfläche anhält. Deshalb lassen oft die Wirkungsgrade der Insektizide zu wünschen übrig. Durch die ansäuernde Eigenschaft des Wasseraufbereitungsmittels X-CHANGE® (Aufwandmenge siehe Tabelle) können Sie Ihre Spritzwasserqualität optimal zur Ausbringung von Insektiziden einstellen. X-CHANGE® wirkt außerdem befeuchtend (verzögert die Abtrocknung der Spritztropfen, verhindert Auskristallisation) und schaumreduzierend.

*X-CHANGE nicht bei Tribenuron-methyl einsetzen

Übersicht Aufwandmenge

 


Bis 9,9°dH


Ab 10°dH bis 14,9°dH


Ab 15°dH bis 19,9°dH


Ab 20°dH bis 35°dH

Über 35°dH

Wasserhärte

Kein
X-CHANGE benötigt

150 ml
X-CHANGE auf 100 l Wasser (0,15%) bei Wirkstoffen, die empfindlich auf hartes Wasser reagieren

 

200 ml
X-CHANGE auf 100 l Wasser (0,2%) bei Wirkstoffen, die empfindlich auf hartes Wasser reagieren

250 ml
X-CHANGE auf 100 l Wasser (0,25%) bei Wirkstoffen, die empfindlich auf hartes Wasser reagieren

Bei einer Wasserhärte über 35°dH setzen Sie sich bitte mit dem Regionalleiter in Ihrer Region direkt in Verbindung (Ansprechpartner).

 


Unter pH 6,2

pH 6,2-7,4

pH ab 7,5

Bei Spritzungen mit Bordüngern

pH-Wert

Kein
X-CHANGE benötigt

50 ml
X-CHANGE auf 100 l Wasser (0,05%) bei Insektiziden

100 ml
X-CHANGE auf 100 l Wasser (0,1%) bei Wirkstoffen, die empfindlich auf einen hohen pH-Wert reagieren

Bei Zugabe von flüssigen Bordüngern zur Spritzbrühe wird der pH-Wert stark angehoben. Bitte säuern Sie deshalb bei Mischungen mit flüssigem Bor wie z.B. Bor 150 und pH-Wert empfindlichen Produkten Ihre Spritzbrühe vorher an. Die Aufwandmenge von X-CHANGE® muss in diesem Fall 250 ml auf 100 l Wasser (0,25%) betragen.

Geben Sie X-CHANGE immer zuerst in den Spritztank.

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